Pentax K-70

Zuerst einmal ein fettes Sorry, dass hier derzeit Foto-Themen vorherrschen, ich fotografiere derzeit viel und habe über Dinge zu berichten. :-)
Gestern erschien hier die Pentax K-70, die Holger auf den Postweg gebracht hat. Wir hatten uns darüber ausgetauscht und er hat, soweit ich weiß, die Kamera auch schon einem Test unterzogen und darüber berichtet.
Einen ersten Eindruck gibt es hier: https://swquadrat.de/2026/05/16/pentax-k-70-gekommen-um-zu-bleiben-mit-fotos/
Und eine ausführlichere Analyse des Modulswahlrads (das wirklich außergewöhnlich ist) findet ihr hier: https://swquadrat.de/2026/05/17/pentax-k-70-das-moduswahlrad/
Mein erster Eindruck war: solide, schwer, liegt gut in der Hand. Wobei auch hier die geringe Bauhöhe dafür sorgt, dass mein kleiner Finger nicht weiß, wo er hin soll. Aber das ist bei fast allen modernen Gehäuseformen so. Selbst die Vollformat Sony (a7 IV) ist ohne Zusatzbauteile zu kurz. Aber davon abgesehen ist der Griff wirklich griffig.
Ich will hier nicht viele Worte um die technischen Eigenschaften verlieren, die sind bekannt oder können bei den einschlägigen Quellen nachgeschlagen werden. Mir ist wichtig, mit der Kamera raus zu gehen und mal zu probieren, wie ich sie nutzen kann. Dabei kam dann der erste unerwartete Moment: Das ist eine Spiegelreflex. Das bin ich nicht mehr gewohnt. Trotzdem (oder gerade deswegen) ist der Sucher für das relativ kleine Gehäuse sehr gut und übersichtlich (selbst mit Brille), alle relevanten Daten werden eingespiegelt und beim Auslösen gibt's ein sattes "Klackklack". So mag ich das!
Früher hatten meine Spiegelreflexe immer ein Schulterdisplay, auf dem die wichtigsten Aufnahmeparameter parallel zu den Daten im Sucher angezeigt wurden. Mit der Zeit wurden diese Informationen dann auf das rückwärtige Display ausgelagert, was mich Anfangs ziemlich irritiert und gestört hat - ich kann nicht einmal sagen warum. Mittlerweile ist das ok, die spiegellosen Kameras machen das alle und ich nutze auch öfter das Display um das Bild zu komponieren. Das geht mit der K70 auch, es existiert ein LiveView (vorausgesetzt der geneigte User findet den Knopf dafür). Im Zusammenhang damit verändert sich auch das Auslösegeräusch (KlackKlack...Klack), sehr satt und fein. Erstaunlich welche Kleinigkeiten da auffallen.
Das Moduswahlrad ist wie oben erwähnt reichhaltig bestückt, kleiner dürfte es nicht sein. Der Ein-Aus-Schalter sitzt wie bei der Sony um den Auslöser herum, was ich für die Ergonomie sehr vorteilhaft finde. Allerdings wird mit diesem Hebel auch zwischen Foto- und Videomodus umgeschaltet und das hat mich ein paar Mal in die Falle laufen lassen, ich wunderte mich, warum plötzlich ein LiveView auf dem Display erscheint und das Bild dann auch noch so anders aussieht (16:9). Passiert immer dann, wenn ich die Kamera einschalten will und sie eigentlich schon eingeschaltet ist. Wahrscheinlich Gewohnheitssache.
Rundum fühlt sich die K-70 und auch das Objektiv (18-135mm) ziemlich gut an. Auch wenn der große Zoombereich des Objektivs andere Ausschnitte und Kompositionen verursacht, als die von mir sonst bevorzugten Festbrennweiten. Aber wer weiß, vielleicht kann ich mir im Laufe der Woche noch ein Objektiv ausleihen. Auf die Pentax passt ja alles, von den ganz frühen bis zu den hochmodernen Objektiven, hier ist es sehr von Vorteil, dass Pentax nie das Objektivbajonett geändert hat.
Was die Ergonomie angeht sind an der Pentax ein paar Kleinigkeiten sehr gut gelöst. Ein Beispiel dafür ist, es gibt oben am Griff auf der Rückseite keinen Knopf und kein im Weg stehendes Drehrad, die ich versehentlich mit dem Daumen drücken oder drehen könnte. Außerdem sind die Knöpfe und die Kreuzwippe auf der Rückseite alle erreichbar, ohne die linke Hand zur Hilfe nehmen zu müssen. Die Tasten sind angenehm groß, was bei den neueren Kameras nicht immer so ist und mich manchmal nervt, weil ich daneben drücke oder gar mehrere Tasten gleichzeitig.
Wird fortgesetzt...






